Leitbild

Leitbild der Gemeinde Eberdingen

1. Was wir an Eberdingen schätzen (Selbstverständnis)
2. Was Eberdingen in Zukunft ausmacht  (bis 2020)
3. Wozu das Leitbild dient


Anhang:

4. Maßnahmen zur Umsetzung des Leitbildes (Vorschläge aus der Bürgerschaft)

 

Das Leitbild wurde in den Jahren 2007 und 2008 von den Mitgliedern des Arbeitskreises „Corporate Identity“ des Gemeinderates, der Gemeindeverwaltung und unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern aus Eberdingen erarbeitet. Die Moderation im Bürgerbeteiligungsprozess und die Redaktion des Textes besorgte Prof. Dr. Horst Luley im Auftrag der Gemeinde Eberdingen. Stand der Leitbild- und Maßnahmenformulierung:  01. Dezember 2008. Verabschiedet durch Beschluss des Gemeinderats am 11. Dezember 2008. Der Bürgerschaft vorgestellt in einer Bürgerversammlung am 12. Dezember 2008 in der Gemeindehalle Nussdorf.

 

1. Was wir an Eberdingen schätzen (Selbstverständnis, 2008)

 

Die Gemeinde Eberdingen gehört zum Landkreis Ludwigsburg und befindet sich in reizvoller Lage am Rande von Strohgäu und Heckengäu. Überregional bekannt ist das Keltenmuseum in Hochdorf an der Enz.

 

Die landschaftliche Umgebung ist intakt. Eine abwechslungsreiche Landschaft mit Wäldern, sanften Hügeln und Streuobstbeständen bietet vielfältige Möglichkeiten für Freizeit und Erholung. Die Gemeinde Eberdingen verfügt über eine gute Verkehrsanbindung nach Vaihingen/Enz sowie an den Wirtschaftsraum Mittlerer Neckar und die Landeshauptstadt Stuttgart.

 

Die Kommune besteht aus den drei Ortsteilen Eberdingen, Hochdorf an der Enz und Nussdorf, die unter Wahrung ihrer Eigenheiten eine Gemeinschaft bilden. Zahlreiche Vereine sind in allen Ortsteilen aktiv und laden ein zu Sport, Kultur und Freizeitgestaltung. Im Jahr 2007 lebten in Eberdingen insgesamt rund 6 500 Menschen. Eberdingen versteht sich als zukunftsorientierte Gemeinde, die auf mehr als 2500 Jahre Geschichte und Besiedlung durch die Kelten 570 Jahre vor Christus zurückblicken kann.

 

Die Gemeinde Eberdingen ist ein attraktiver Wohnstandort – und zwar für alle Lebensphasen. Die Bewohner/-innen schätzen die ruhige Wohnlage in reizvoller Kulturlandschaft bei gleichzeitiger Nähe zu städtischen Zentren. Ein Neubürger bemerkt: „Man lebt hier im Dorf, aber nicht in einem Kaff“. 

 

- die Grundversorgung für Nahrungsmittel und den täglichen Bedarf,
- ärztliche Versorgung in allen Ortsteilen,
- fünf Kindergärten mit verlängerten Öffnungszeiten und

   Ganztagesbetreuung,
- Pflegeheim für pflegebedürftige Menschen,
- Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule (Schillerschule, Karl-  

   Ehmann-Schule),
- Freibad, Hallenbad,
- intakte soziale Strukturen mit zahlreichen Sport- Musik- und 

   Kulturvereinen,
- lebendiges kulturelles Leben (z.B. Kunstmuseum in Nussdorf, öffentliche 

   Büchereien in allen Ortsteilen),
- lebendige Kirchengemeinden,
- aktive Jugendarbeit,
- Freizeitangebote für Familien,
- Fahrrad- und Wanderwege.


Die Gemeinde Eberdingen ist darüber hinaus auch ein attraktiver Wirtschaftsstandort mit einem guten Branchenmix. Kunststoff- und Metallbearbeitung sind die wichtigsten Wirtschaftsträger der drei Ortsgemeinden. Der Hauptarbeitgeber beschäftigt fast 400 Mitarbeiter.

 

2. Was Eberdingen in Zukunft ausmacht (bis 2020)

 

Das Leitbild für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde Eberdingen beinhaltet sechs Themenbereiche:

 

1. Gewachsene Identität und funktionierende Gemeinschaft

2. Attraktiver Wohnstandort Eberdingen

3. Starker Wirtschaftstandort Eberdingen

4. Natur- und umweltverträgliche Flächennutzung

5. Steigerung der Energieeffizienz / Nutzung regenerativer Energien

6. Angebote für alle Altersstufen und Lebensphasen

 

Im Folgenden werden für die genannten sechs Themenbereiche Zielsetzungen formuliert:

 

Themenbereich 1: Gewachsene Identität und funktionierende Gemeinschaft

 

Gewachsene Identität und funktionierende Gemeinschaft


Die gewachsene Identität der Eberdinger soll bewahrt und auch in Zukunft gepflegt werden: Die Menschen leben gerne in Eberdingen. Sie sind stark in der heimatlichen schwäbischen Kultur verwurzelt und schätzen die funktionierende Gemeinschaft in den Ortsteilen. Neue Bürger/-innen werden gerne aufgenommen. Eberdinger Bürger/-innen üben Toleranz und fördern die Integration in- und ausländischer Mitbürger. Viele Eberdinger engagieren sich in Vereinen und bringen Ihre Erfahrungen aktiv ein – vom Sport über Naturschutz bis zur Kultur. Das Keltenmuseum wird als wichtiger Bestandteil der eigenen Kultur gesehen. Die Attraktivität des Keltenmuseums nach außen und seine Bedeutung für die Bürgerschaft Ebersdingens sollen in Zukunft weiter gestärkt werden.  

 

Zusammenwachsen der drei Ortsteile und Grundversorgung vor Ort


Die drei Ortsteile Eberdingen, Hochdorf an der Enz und Nussdorf wachsen weiter zusammen. Das Zusammenwachsen schließt die Pflege der eigenen Geschichte und Traditionen ein. Es wird angestrebt, dass es in allen Ortsteilen eine lebendige Ortsmitte gibt. Wir arbeiten dafür, dass auch in Zukunft die Grundversorgung innerhalb der Gesamtgemeinde (wenn möglich auch in den Ortsteilen) aufrechterhalten wird. Alle Güter des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel) sollen innerhalb der Gemeinde erhältlich sein. Dienstleistungen, wie Post, Bank etc. sollen ebenso wie Ärzte und Apotheke vorhanden sein. Schließlich soll auch die Verwaltung mit den für die Bürger/-innen häufig benötigten Leistungen (Meldeamt etc.) in den Ortsteilen weiterhin präsent sein. Zur Grundversorgung gehören auch die vielfältigen Angebote im Bereich Sport, Kultur etc., die von der Gemeinde mit unterstützt werden. 

 

Eberdingen ist eingebettet in die Zusammenarbeit mit anderen Kommunen


Eberdingen versteht sich als selbständige Gemeinde, die gezielt mit anderen Städten und Gemeinden zusammenarbeitet, um besondere Aufgaben zu bewältigen. Die Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft mit Vaihingen/Enz wird weiter geführt. Schwerpunkte bilden dabei die schulische und außerschulische Bildungsarbeit und der Öffentliche Personen Nahverkehr. Zur Verbesserung des Öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV) wird mit Gemeinden im und dem Landkreis Ludwigsburg kooperiert. Die Austauschbeziehungen zu Kommunen und Städten in Deutschland und Europa werden weiter gepflegt und ausgebaut. Initiativen zur themenbezogenen Zusammenarbeit mit anderen Städten und Gemeinden werden von der Gemeinde begrüßt.

 

Themenbereich 2: Attraktiver Wohnstandort Eberdingen 

 

Attraktiver Wohnstandort Eberdingen


Die hohe Attraktivität von Eberdingen als Wohnstandort soll erhalten und gesteigert werden. Baulich intakte und lebendige Ortskerne werden angestrebt.  Die hohe Lebensqualität für die Bewohner von Eberdingen soll weiter gepflegt und ausgebaut werden. Eberdingen versteht sich als Wohnstandort mit hoher Lebensqualität für junge Familien mit Kindern. Eberdingen bietet darüber hinaus für alle Lebensphasen interessante Angebote und Möglichkeiten an. Die dörfliche, aber nicht einengende Gemeinschaft, das soziale Miteinander und die Geborgenheit in einer ländlichen Gemeinde stellen hohe und zu erhaltende Werte dar. Ein Zuzug von Neubürgern ist erwünscht. Die Vorzüge Eberdingens als Wohnstandort sollen bewahrt und lebendig weiterentwickelt werden. Dazu gehören das ruhige Wohnumfeld, die gute Grundversorgung vor Ort, das aktive Vereinswesen und die lebendigen Kirchengemeinden.

 

Erholung, Freizeit, Sport in Eberdingen


Durch nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen wird die umgebende Umwelt geschont. Belastungen der Luft, der Gewässer und durch Lärm werden vermieden bzw. gering gehalten. Die Gemarkung bietet viele Möglichkeiten der Freizeitnutzung (Laufen, Joggen, Walken, Wandern, Fahrrad fahren, Reiten). Vorhandene Einrichtungen zur Sport- und Freizeitnutzung, wie Spielplätze, Sportplätze, Sporthallen, Schwimmbäder werden erhalten und gepflegt.

 

Technische Infrastruktur


Eberdingen strebt eine gute Ausstattung im Bereich der technischen Infrastruktur an, insbesondere bei der Telekommunikation und beim Öffentlichen Personen Nahverkehr (ÖPNV). Allen Bürgern sollen die Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation offen stehen. Die Gemeinde setzt sich dafür ein, dass die elektronische Kommunikation den neusten Anforderungen entspricht. Die Gemeinde Eberdingen setzt sich für die Beibehaltung und für den Ausbau des öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV) ein und ergreift Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.                                                                   


Themenbereich 3: Starker Wirtschaftsstandort Eberdingen

 

Starker Wirtschaftsstandort Eberdingen


Die Unternehmen werden dabei unterstützt, Arbeits- und Ausbildungsplätze für die Bewohner Eberdingens anzubieten. Insbesondere werden Unternehmensgründer unterstützt. Auf diese Weise soll ein Beitrag zur Verringerung des Verkehrsaufkommens und zur Verbesserung der Lebensqualität in der Gemeinde geleistet werden. Der Mix verschiedener Branchen und Wirtschaftssektoren (Land- und Forstwirtschaft, produzierendes Gewerbe, Handel, Dienstleistungen etc.) soll erhalten und ausgebaut werden. Dazu dient auch die Arbeit der Wirtschaftsförderung, die verstärkt unterstützt werden soll.   

 

Eberdingen strebt für die ansässigen bzw. ansiedlungswilligen Unternehmen und Einrichtungen eine gute Ausstattung im Bereich der technischen Infrastruktur an, insbesondere bei der Telekommunikation und beim Öffentlichen Personen Nahverkehr (ÖPNV). Die Gemeinde setzt sich dafür ein, dass die elektronische Kommunikation den neusten Anforderungen entspricht.

 

Themenbereich 4: Natur- und umweltverträgliche Flächennutzung

 

Die Gemeinde Eberdingen strebt eine moderate Siedlungsentwicklung und den Erhalt der Kulturlandschaft in ihrer Gemarkung an. Dafür werden folgende Leitsätze formuliert: Die Nutzung der natürlichen Ressourcen erfolgt nachhaltig. Land- und Forstwirtschaft arbeiten mit umweltschonenden Produktionsverfahren. Prägende historische Landschaftselemente und traditionelle Bewirtschaftungsformen werden erhalten und gepflegt. Natur- und Umweltschutz in der Gemeinde Eberdingen erfolgt im Zusammenwirken der Bürger/-innen mit der örtlichen Landwirtschaft, dem gemeindeeigenen Forsteinrichtungswerk, dem Bauhof der Gemeinde und der Unteren Naturschutzbehörde. Land- und Forstwirtschaft unterstützen zusammen mit der Kommune und den Vereinen Kindergärten und Schulen mit umwelt- und naturbezogenen Angeboten. Landwirte tragen zur Versorgung mit frischen Lebensmitteln bei (Direktabsatz).

 

Themenbereich 5: Steigerung der Energieeffizienz / Nutzung regenerativer Energien


Die Gemeinde Eberdingen begreift Energienutzung als kommunales Thema und nimmt sich vor: Die Energienutzung in öffentlichen und privaten Gebäuden erfolgt klimafreundlich. Die jeweils eingesetzten Energieträger werden mit hoher Effizienz genutzt. Regenerative und wohnortnahe Energieerzeugung z. B. über Biogaserzeugung, Holzhackschnitzel, Erdwärme etc. stellen ein besonderes Anliegen der Gemeinde dar. Vor deren Einsatz sind neuste Erkenntnisse zu berücksichtigen und zu prüfen, inwieweit mögliche Nachteile (z.B. Feinstaub bei Hackschnitzelverbrennung) vermieden bzw. gemindert werden können. Als Ziel wird ein Energiemix angestrebt, der die Abhängigkeit von wenigen Anbietern verhindert. Die Mittel aus dem eigenen Wald werden sinnvoll und sozial eingesetzt. Alternative Ansätze werden gefördert, Bürgerinitiativen unterstützt (z. B. Bürgersolaranlagen). Alternative Energieerzeugung soll in Neubaugebieten bereits bei der Planung Berücksichtig finden und flächenhaft realisiert werden. Es wird angestrebt, dass den Bewohnern Eberdingens bezahlbare Heizenergie zur Verfügung steht.

 

Themenbereich 6: Angebote für alle Altersstufen und Lebensphasen
(insbesondere für Kinder, Jugendliche und für ältere Menschen) 

 

Kinder und Jugendliche in Eberdingen


Die Gemeinde Eberdingen ist kinder- und familienfreundlich. Die guten Voraussetzungen für junge Familien mit Kindern, für Kinder in verschiedensten Altersstufen und für Jugendliche sollen gepflegt und weiterentwickelt werden. Die sehr gute Zusammenarbeit zwischen den Kindergärten und Schulen wird weiter gestärkt. Der Personalstand soll gehalten bzw. bedarfsgerecht angepasst werden. Fortbildungsangebote für Erzieher/-innen werden ausgebaut.

Die Bereitstellung von Möglichkeiten der Kinderbetreuung wird als eine wesentliche Voraussetzung gesehen, um den Zuzug junger Familien zu erreichen. Eberdingen reagiert zeitnah auf den wachsenden Bedarf an Betreuung von Kindern mit geeigneten Angeboten. Angebote und Einrichtungen, die in den Ortsteilen bereits vorhanden sind, werden weiterentwickelt:

 

- Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren,
- Kindergärten mit ganztägiger Betreuung,
- Schulen mit ganztägiger Betreuung und Schulsozialarbeit,
- Ferienbetreuung für Schulkinder,
- Offene Jugendarbeit mit Unterstützung beim Bau von Jugendhäusern

   (insbesondere in Hochdorf an der Enz).


Die Leitbilder von Schulen in Eberdingen („Im Einklang mit der Natur leben“) werden begrüßt und fügen sich in das Leitbild der Gemeinde ein.

 

Ältere Menschen in Eberdingen


Ältere Menschen sollen in Eberdingen die Möglichkeiten und Angebote vorfinden, um den Lebensabend in der Gemeinde verbringen zu können. Die Gemeinde trägt dazu bei, das Leben der Generationen miteinander zu fördern und unterstützt Möglichkeiten der Begegnung und der Integration. Dabei wirken Kirchen, Arbeitskreise und Vereine zusammen. Eberdingen bietet alten sowie insbesondere pflegebedürftigen Menschen:


- Ein Pflegeheim in Hochdorf an der Enz und
- Betreutes Wohnen in allen Ortsteilen.       

 

3. Wozu das Leitbild dient

 

Das Leitbild dient als Wegweiser für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde Eberdingen bis in das Jahr 2020. Es wurde unter breiter Beteiligung der Bürgerschaft erarbeitet und gibt Orientierung für die grundlegenden Gestaltungsaufgaben in der Zukunft. Das Leitbild stellt keine verbindliche bzw. umfassende Festlegung für die nächsten 12 Jahre dar, sondern beschreibt die wichtigen Aufgaben, die sich die Gemeinde vornimmt. Es formuliert Ziele, zu denen Übereinstimmung besteht. Es dient zur Bündelung von Kräften und zur Schwerpunktsetzung der gemeinsamen Anstrengungen. Dabei sind neben dem Gemeinderat und der Verwaltung alle Bürgerinnen und Bürger aus Eberdingen angesprochen.

 

Für die Arbeit des Gemeinderates stellt das Leitbild eine Richtschnur dar. In der Zeit bis zum Jahr 2020 zieht der Gemeinderat im Rahmen einer Klausurtagung einmal im Jahr eine Zwischenbilanz zur Umsetzung des Leitbildes. Dabei wird jeweils rückblickend bewertet, in wieweit, die Ziele aus dem Leitbild von 2008 bisher umgesetzt werden konnten. Weiterhin wird im Ausblick auf das jeweils nächste Jahr festgehalten, welche Maßnahmen die Gemeinde zur Umsetzung des Leitbildes realisieren möchte.

 

Die Gemeinde Eberdingen beauftragt ein geeignetes Unternehmen mit der Erstellung eines Logos auf Grundlage des Leitbildes, um dieses als Teil der Selbstdarstellung der Gemeinde gegenüber ausgewählten Zielgruppen und durch geeignete Medien öffentlich zu verbreiten.

 

Informationen zum Leitbild sowie den Maßnahmen zu seiner Umsetzung werden sowohl im Mitteilungsblatt als auch auf den Internetseiten der Gemeinde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 

 

 

Anhang:

4. Maßnahmen zur Umsetzung des Leitbildes (Vorschläge aus der Bürgerschaft)

 

Die in der folgenden Auflistung zusammengefassten Maßnahmen wurden von Bürger/-innen Eberdingens im Rahmen der Bürgerbeteiligung im Herbst 2008 vorgeschlagen. Da eine Zuordnung zu den sechs Themenbereichen nicht immer möglich ist, werden die Maßnahmenvorschläge unter eigenen Überschriften zusammengefasst. Die in Klammern angegebene Ziffer zeigt auf, wie oft eine Maßnahme mit gleichem Wortlaut vorgeschlagen wurde.

 

⇒ Zusammenwachsen der drei Ortsteile:

- Bürgertreff für alle drei Ortsteile einrichten,
- Bessere Kommunikation der Vereinsvorstände untereinander erreichen,
- Die Zusammenarbeit gleichartiger Vereine fördern,
- Zusammenlegung der Kirchengemeinden Hochdorf an der Enz und Riet

  prüfen und Möglichkeiten für die Zusammenlegung mit Nussdorf bzw. 

  Eberdingen überdenken,

- Weniger Diversifizierung der Teilorte im Mitteilungsblatt vornehmen,


 ⇒ Integration neuer und ausländischer Mitbürger/innen:

- Maßnahmen zur Integration neuer und ausländischer Mitbürger/-innen in

  die Gemeindearbeit entwickeln und umsetzen,
- Stärkere Bemühungen zur Integration ethnischer Minderheiten, die

  insbesondere alte Bausubstanz bewohnen.


 ⇒ Kultur:

- Eintrittskarte für das Keltenmuseum allen Neubürgern anbieten,
- Maßnahmen, die eine stärkere Identifikation der Bürgerschaft Eberdingens

  mit dem Keltenmuseum fördern (Eberdinger sollen Keltenmuseum als

  „unser“ Museum begreifen), durchführen,
- Heimatmuseum im alten Rathaus Eberdingen einrichten,
- Einrichtung eines gut aufgestellten und langlebigen Gemeinde-Archivs,
- VHS-Kurse zu kulturellen Themen anbieten (zwei gleich lautende

  Nennungen), VHS-Kurse für Kinder und Jugendliche anbieten,
- Die Qualität und Ausstattung der Büchereinen in den Ortsteilen soll

  erhalten, gepflegt und bedarfsgerecht ausgebaut werden, insbesondere 

  bezüglich der Bildmedien,
- Fortbildungsmöglichkeiten für ältere Menschen sollen innerhalb der

  Ortsteile verstärkt angeboten werden, VHS-Kurse für Senioren zu Themen,

  wie Sprachen, Computer, Kunst etc. anbieten (drei gleich lautende

  Nennungen).


 ⇒ Selbstverständnis und Selbstdarstellung der Gemeinde Eberdingen:

- „Nußdorf“ – Schreibweise am Ortsschild prüfen,
- Willkommensgruß am Ortsschild anbringen,
- Gemeindeprospekt erstellen, in dem sich die Gemeinde nach außen

   präsentiert,
- Das Leitbild für die Gemeinde Eberdingen sollte nicht als CI bezeichnet

   werden, vielmehr sollte der deutsche Ausdruck benutzt werden,
- Strategische Umsetzung des Leitbildes planen und organisieren, im

- Leitbild auch Unterziele formulieren und Zielentfaltungsprozess genau

  definieren (einschließlich personeller Zuständigkeiten und zeitlicher

  Fristen).


 ⇒ Bürgerstiftung:

- Die Gründung einer Bürgerstiftung (denkbar für verschiedene Bereiche,

   wie z.B. Bildung und Erziehung, Kunst, Kultur und Heimat, Jugend- und

   Seniorenarbeit, Gesundheit und Sport, Umwelt- und Landschaftsschutz)

   soll geprüft und als Maßnahme zur Umsetzung des Leitbildes benannt

   werden.


⇒ Zusammenarbeit mit anderen Kommunen:

- Eine Städtepartnerschaft bzw. der Kulturaustausch mit einer Gemeinde in

   der Größe Eberdingens soll begründet werden, hierfür sind bereits

   bestehende Kontakte, wie z. B. Schulpartnerschaft mit der Türkei,

   Keltenmuseums Kontakte mit Partnern in  Polen, Kontakte des      

   Landkreises nach Grumello del Monte (Italien) hinsichtlich einer

   Weiterentwicklung zur Städtepartnerschaft zu prüfen. Als Vorstufen

   werden vorgeschlagen: Beauftragung Eberdinger Vereine zur

   Kontaktanbahnung und jährliches Treffen, das von den Vereinen und der

   Gemeinde zur Vertiefung der Kontakte ausgerichtet wird.


⇒ Grundversorgung:

- Poststelle in Eberdingen fehlt, vorhandene Poststellen in Hochdorf an der

   Enz und Nussdorf auch für Personen ohne Auto besser erreichbar 

   machen,
- Mittelgroßer Lebensmittelmarkt fehlt, Ansiedlung eines

   Lebensmittelmarktes in Hochdorf prüfen,

 - Maßnahmen der bürgerfreundlichen Verwaltung, wie z.B. Bürgertelefon, 

   Komm-in Dienstleistungszentrum etc. prüfen,


 ⇒ Ortsbild, innerörtliche Bebauung (Sanierung):

- Schandflecke, wie „Kraiser-Ruine“, „Löwe“ in Hochdorf an der Enz

   (Kreuzung Heimerdinger Straße/Eberdinger Straße) beseitigen,

- Leerstehende alte Häuser neu beleben, Schandflecke, Bauruinen mit

   Verweis auf „Eigentum verpflichtet“ beseitigen, das Erscheinungsbild der

   drei Ortsteile ist verbesserungsbedürftig, Verschönerung der Ortsmitte in

   Nussdorf im Bereich der unteren Martinsstraße und Lamm-Kreuzung

   erreichen,
- Bauruinen durch Neubauten ersetzen und keine neue außerörtliche

   Bebauung, Nutzung leer stehender Gebäude für Wohn- und

   Gewerbezwecke,

- Straßen und Gehwege in alten Ortsteilen sanieren,
- Keine Ansiedlung von Lebensmitteleinzelhandel (Supermärkte) im

   Außenbereich und dadurch lebendige Ortsmitte,
- Keine Ansiedlung von Gewerbe in der Ortsmitte von Eberdingen, um

   zusätzliche Verkehrsbelastung zu verhindern,
- Keine weitere Genehmigung für Hochhäuser.


 ⇒ Sport- und Freizeiteinrichtungen:

- Trimm – Dich - Pfad im Hochwald erneuern, Hochwald Trimm Pfad

   sanieren,
- Zustand Freibad verbessern, Freibad Eberdingen Ausstattung verbessern

   (Verein mit acht Personen bietet Beratung und Konzeptvorschläge an

   (liegen ausgearbeitet mit Bildern vor).


⇒ Technische Infrastruktur im Bereich DSL:

- Schnelleres DSL ist erforderlich,

- VDSL und oder Breitbandkabel sollte vorhanden sein.


 ⇒ Öffentliche Sicherheit:

- Eventuell Videoüberwachung prüfen, wenn die gleichen Einrichtungen

   wiederholt beschädigt werden,
- Sendemasten sollten nur mit Genehmigung der Anwohner aufgestellt

   werden.


 ⇒ Wirtschaft:

- Unterstützung von umweltfreundlichen Unternehmen,

- Geeignete Übernachtungsmöglichkeiten, z.B. für Gäste des

   Keltenmuseums, schaffen.


⇒ Natur- und Umweltschutz:

- Pflegepatenschaften für Streuobstbäume einrichten, fachliche

   Unterstützung kann aus der Bürgerschaft angeboten werden, Patenschaft

   gesucht im Ortsteil Eberdingen (mit Adresse),
- Zum Bauerwartungsland „Obere Hessel“ (hinter Gärtnerei) wurde eine

   Stellungnahme eingereicht (Adresse vorhanden),
- Natursteinmauern erhalten, Erhalt von Natursteinmauern bzw. Erhalt alter

   Weinbergmauern an der Straße Eberdingen Nussdorf, (Mithilfe durch 

   Herrn Müller angeboten),
- Nutzung des Gebietes „Weissacher Loch/Zabelbaum“ erarbeiten, Mithilfe

   bei Anlegen von Einrichtungen angeboten (Adresse vorhanden),
- Pflanzung von Baum- bzw. Strauchrain (jedoch keine Obstbäume) entlang

   von Kreisstraßen und Feldwegen um z. B. die kahle Feldflur der Gemeinde

   Nussdorf besser zu strukturieren, soll geprüft werden (Mithilfe bei

   Pflanzaktion zugesagt), Bepflanzung der außerörtlichen Straßenräder im

   der Gemarkung Nussdorf mit Bäumen bzw. Sträuchern (konkret: Straßen

   von Nussdorf nach Iptingen und Riet) nachahmenswerte Beispiele gibt es

   zwischen Iptingen und Wiernsheim sowie zwischen Heimerdingen und

   Ditzingen-Hirschlanden,
- Leitbild bzw. Richtlinien für den Hochwasserschutz erarbeiten,
- Reifes Obst (z.B. Kirschen), das nicht geerntet wird, Interessierten zum

   Pflücken anbieten,
- Erhalt von Ödgebieten, Hecken, Rainen bzw. Vermeidung einer

   ausgeräumten Feldflur,
- Pflegepatenschaften für Streuobstbäume einrichten,
- Keine Streuobstwiesen als Bauland für Hochdorf ausweisen (zwei gleich

   lautende Nennungen),
- Nicht alle Feldwege asphaltieren, trotzdem nicht alle unasphaltierten

   Wege von großen Landmaschinen  furchen lassen,
- Prüfen, inwieweit Gewerbegebiet Hochdorf in „fruchtbarem Gebiet“

   errichtet werden muss.


⇒ Steigerung der Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien:   

- Zur verbesserten Information sollte eine Übersicht über alles Machbare

   mit Energiebilanz erstellt werden bzw. verfügbar sein,
- Bei der Nutzung von Windkraft sind auch Kleinanlagen an z.B. an Häusern,

   Scheuen möglich (siehe TV Sendung),
- Einsatz von Windrädern für jeweiligen Standort prüfen, (erhöhten Stellen

   als Standorte sinnvoll?, Nutzen und Erhalt der Umwelt abwägen, Nutzen

   und Erhalt der Umwelt abwägen –auch bezüglich der Vögel, des  Lärms

   der Windräder und deren Kosten),
- Ethische Verantwortbarkeit beim Einsatz von Weizen für Biogaserzeugung

   prüfen: Wenn Menschen hungern ist dann Biogas als Lebensmittel anstatt

   Weizen sinnvoll?
- Mögliche Schwierigkeiten mit dem Kaminkehrer wegen Holzheizung

   prüfen,
- Nutzung von Resten bzw. Bruchholz für Hackschnitzel: Trocknung

   eventuell durch Biogaswärme im Sommer,
- Hackschnitzelheizungen sind aufgrund von Feinstaub, Wärme

   (Erderwärmung) nicht umweltfreundlich einzustufen;
- Den Einsatz von Holz-Pellets unterstützen;
- Errichtung von größeren Solarfarmen in ungenutzten Flächen prüfen,

   Stromkonzession ENBW prüfen?
- Blockheizkraftwerke auch für Einfamilienhäuser nutzen,
- Erdgasversorgung überall, weniger Flüssiggas einsetzen
- Bessere Koordinierung der vorhandenen Ansätze (Biogasanlage in

   Nussdorf, mehrere Photovoltaikanlagen, Holzpelletheizungen etc.) mit

   der Zielsetzung „Eberdingen wird Energiedorf“ mit 100% Anteil

   regenerativen Energien bis 2025,
- Durchführung einer Machbarkeitsuntersuchung durch unabhängiges

   Ingenieurbüro zur Ermittlung der Potenziale und  

   Handlungsmöglichkeiten für die Gemeinde hinsichtlich des stärkeren

   Einsatzes regenerativer Energieträger.


 ⇒ Familienfreundliche Kommune:

- Die Gemeinde Eberdingen möge an dem erstmalig in Deutschland

   durchgeführten Zertifizierungsprozess „familienfreundliche Kommune“

   teilnehmen. Während der drei Phasen des Audits arbeiten die

   Bürger/-innen mit ihrer Kommune zusammen und entwickeln

   Handlungskonzepte für eine familienfreundliche Kommune.


 ⇒ Angebote für ältere Menschen:

- Standorte für „Betreutes Wohnen“ sollten nicht direkt an Straßen

   angrenzen,
- Bei Neubauten im Rahmen „seniorengerechtes Bauen“ sollten Aufzüge

   vorgesehen werden,
- Attraktive barrierefreie Neubauwohnungen (mit Aufzug) für ältere und

   junge Menschen mit wenigen Wohneinheiten ermöglichen.

 

Mobilität:

 

⇒ Mobilität zu Fuß

- bessere und sichere Überquerungsmöglichkeit für Besucher ist

   erforderlich bei der Strecke zwischen Keltenmuseum - Grabhügel,
- Fußweg von Hochdorf zum Pulverdinger Wald auch bei Regenwetter

   begehbar machen,
- Verbindungen der Wege zwischen Industriegebiet Hochdorf und

   Hohscheid verbessern,
- Fehlender Bürgersteig Hemminger Straße bauen,
- Gehweg und Beleuchtung zum neuen Industriegebiet einrichten (zwei

   gleich lautende Nennungen),
- Fußweg zum neuen Industriegebiet (bisher Straße entlang) einrichten.


 ⇒ Mobilität mit dem Fahrrad

- Feldweg / Radweg von Ampertal ohne Höhenverlust auf den Weissacher

   Weg führen, Fahrradwege ausbauen z.B. nach Weissach,
- Radweg von Eberdingen nach Hochdorf an der Enz mit geringer Steigung

   bauen,
- Radweg zur B 10, zum Hochwald einrichten,
- Radweg durch Eberdingen (Studelbachtalweg) bzw. Radweg Eberdingen -

   Riet: dort gefährliche Kurve entschärfen,
- Radwege nicht mit Rutsch-Schotter anlegen, andere geeignete

   Alternativen zum Asphalt finden.


⇒ Mobilität mit dem Auto:

- Bessere Zufahrt auf die B 10 Pulverdingen (Beschleunigungsstreifen),
- Schaffung einer Einfädelspur zur B 10 bei Hochdorf an der Enz, Einfahrt in

   B 10 verbessern,

- Verbesserung der Anbindung an die B 10.


⇒ Mobilität mit dem ÖPNV

- Erstellung von Wegweisern für den ÖPNV, z. B. Verbindungen von

   Hochdorf an der Enz nach Ludwigburg,
- Verkehrsverbindungen von und nach Eberdingen am Wochenende

   verbessern,
- Direkte und regelmäßige Busverbindung nach Markgröningen einrichten,

   Umweltverträglichkeit prüfen: Durch Hochdorf fährt die Firma WEG mit

   Leerfahrten,
- Verkehrsanbindung von Ortsteil Eberdingen nach Enzweihingen

   verbessern,
- Bessere Verkehrsverbindungen zwischen den drei Ortsteilen für

   Menschen ohne Auto schaffen, eventuelle Shuttle Verkehr, Shuttle Bus

   betrieben durch eigene Vereine, z. B. Feuerwehr,
- Busverbindung zwischen Hochdorf und Stuttgart mit stündlichem Takt ist

   nicht ausreichend, Bus zwischen Hemmingen und Stuttgart verkehrt z. B.

   halbstündlich,
- Bessere Busverbindung z.B. auch nach Markgröningen als Schulalternative

   zu Vaihingen einrichten,
- Einrichtung neuer Bushaltestellen am Industriegebiet Eberdingen und am

   Freibad sowie für den Bus nach Stuttgart an der Theodor Heuss Straße

   prüfen,
- Schülerbeförderung verbessern.


⇒ Verkehrssicherheit:

- Verbesserungen der Verkehrssicherheit bei Hauptstraße in Hochdorf an

   der Enz (zwei gleich lautende Nennungen) zu prüfen,
- Verbesserte Verkehrssicherheit für Schüler in Eberdingen erreichen,
- Parkende Autos insbesondere im Berufsverkehr behindern Verkehrsfluss in

   Eberdingen,
- Bei Ortsdurchfahrt Eberdingen durch Tempo 30 Unfallgefahr und Lärm

   reduzieren, Tempo 30 in den Ortsdurchfahrten einrichten,
- Geschwindigkeit der Fahrzeuge im Kreisverkehr Industriegebiet

   Mönchswiesen reduzieren,
- Jugendliche Fahrradfahrer dazu anhalten, in der Winterzeit mit Licht zu

   fahren,
- Einrichtung von Zebrastreifen auf dem Schulweg in Hochdorf en der Enz

   an mehreren Stellen prüfen,
- Sicherheit verbessern beim Fußgängerüberweg vom Pflegeheim zum 

   Lebensmittelladen „Heerlein“, für ältere Menschen auch mit Rollator bzw.

   Rollstuhl ist es schwierig vom Pflegeheim über die Straße in den

   Lebensmittelladen zu kommen. Es wird vorgeschlagen, dort einen

   Fußgängerüberweg und abgesenkte Bürgersteige einzurichten.