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Plastikausstellung

Plastik – Fluch oder Segen?

Plastik hat in unserer Welt einen zentralen Platz eingenommen, es ist überall zu finden und nicht mehr wegzudenken.
Die Produktionsmengen an Plastik haben enorm zugenommen – und das weltweit. Neben seiner guten und vielfältigen Verwendbarkeit hat Plastik  aber mit den Jahren auch seine negative Seite gezeigt.
 
So wird es im Gegensatz zu pflanzlichen udn tierischen Stoffen nicht biologisch abgebaut, sondern es zerfällt nur. Das führt dazu, dass sich immer mehr davon anreichert – an Land, in den Flüssen und Seen, im Meer, an den Küsten – einfach überall.
 
Wir als Lokale Agenda Eberdingen haben uns mit dem Thema „Plastik“ beschäftigt und auf insgesamt 13 Ausstellungstafeln die problematischen Auswirkungen dieser Stoffe auf Mensch und Natur dargestellt und auch ein paar Alternativen präsentiert.
 
Am 16. März 2016 wurde die Ausstellung im Foyer des Eberdinger Rathauses mit Grußworten von Bürgermeister Schäfer und der Agendagruppe eröffnet. Es gab Gelegenheit zur Diskussion und es wurde der Film „Plastic Planet“ gezeigt, der aus eindrückliche Weise das Plastikproblem darstellte.
Bis zum 12. April 2016 konnte die Ausstellung dann von den Besuchern des Rathauses besucht werden.
 

Plastikausstellung - kurz gefasst

Durch die Herstellung und Nutzung von Plastik sind viele Probleme in die Welt gekommen.
Hier einige davon.
 
Plastikmüll in der Landschaft. Selbst in Regionen mit funktionierender Müllabfuhr findet sich Plastikmüll in der Landschaft. Besonders an Landstrassen und selbst auf Äckern.
 
Plastik mit Weichmachern. Erst durch Zugabe von Weichmachern wird das an sich spröde Plastik weich und biegsam. Diese Weichmacher sind aber nicht fest im Plastik gebunden, sondern können daraus ausdunsten. Das große Problem: Die Weichmacher besitzen Molekülstrukturen, die denen von Hormonen ähneln. Entsprechend können sie in Tieren und Menschen hormonähnliche Wirkungen ausüben und diese dadurch schädigen.
 
Mikroplastik – Kosmetikpellets. Mikroplastikteilchen sind kleiner als 5 mm. Eine der heutigen Quellen dafür sind Kosmetika und Hygieneprodukte. Es dient als Schleifmittel in Peelings, als Filmbildner in Shampoos und Haarspülungen oder als Füllstoff bzw. Bindemittel in Make-up und Gesichtsabdeckcremes. Diese Plastikteilchen gelangen ins Abwasser, werden in der Kläranlage nur teilweise zurückgehalten und gelangen dann über Bäche und Flüsse ins Meer.
 
Mikroplastik durch zerfallende Plastikteile. Durch das Ausdunsten der Weichmacher im Lauf der Zeit sowie durch UV-Strahlung werden die Plastikteile spröde und brüchig. Sie zerfallen in immer kleinere Teile. die über die Gewässer ins Meer gelangen. Das geschieht auch bei der Wäsche von Kleidung aus Kunststoff wie Fleece-Pullis. Das gleiche passiert bei Plastikteilen im Meer. Durch die Wellenbewegung und ständiges Aneinanderreiben zerfallen die Teile in immer kleiner Bruchstücke. Sie zerfallen, werden aber nicht abgebaut.
 
Mikroplastik und Chemikalien. In den Gewässern und im Meer existieren viele Chemikalien, die zum größten Teil durch menschliche Aktivitäten dorthin gelangt sind. Seien es Pestizide, Herbizide, Substanzen aus der chemischen Industrie oder Rückstände aus Arzneimitteln. Viele dieser Substanzen sind aufgrund ihrer physikalisch-chemischen Eigenschaften wasserabweisend. Das gleiche gilt auch für die Mikroplastik. Und so kommt es, dass Mikroplastik die chemischen Substanzen wie ein Magnet anzieht und an sich bindet. Die Konzentration der Chemikalien am Mikroplastik ist um ein Vielfaches höher als im freien Wasser.
Kleinstlebewesen wie Zooplankton oder Krebse fressen die Partikel und nehmen mit ihnen auch die an ihnen angelagerten Substanzen auf. Wenn auch nicht alle dieser Substanzen schädlich sind, so gelangen doch auf diese Weise viele gefährliche Stoffe in die Nahrungskette.

Agenda-Projekt Trockenmauer Juni 2012

Am 30. Juni 2012 fand ein weiterer Trockenmauerkurs in Nußdorf statt. Allerdings wurde es diesmal kein Kurs im eigentlichen Sinne, da sich niemand dazu angemeldet hatte. Da wir uns aber die weitere Wiedererrichtung der alten Mauer bei der Gemeindehalle als Agenda-Projekt vorgenommen haben, machten wir uns unbeirrt an die Arbeit. Zum Glück hatten wir tatkräftige Hilfe vom Bauhof, denn Frau Berndt mit dem Radlader war eine sehr große Hilfe beim Transport der Steine, dem Vorbereiten der Hangkante und dem Entfernen der alten Mauerreste. Dafür möchten wir uns auch ganz herzlich bei Frau Berndt und der Gemeinde bedanken.

 

Auch diesmal konnten wir sehen, dass Molche und Blindschleichen in der Mauer leben, denn es wurden beim Abbaggern mehrere gefunden und gerettet. Die Blindschleiche war ein recht stattliches Exemplar.

 

Als das Gelände grob vorbereitet war, konnten wir loslegen. Boden ebnen, geeignete Steine für die Schauseite nach Höhe sortieren und eine Schnur spannen, damit alles schön gerade wird.

 

Das Bauen gestaltete sich dann wie ein Puzzlespiel. Welche Steine wohin, damit es richtig passt, schön aussieht und möglichst hundert Jahre hält. Keine Kreuzfugen entstehen lassen und keine wackelnden Steine tolerieren, aber dafür regelmäßig Verbinder einplanen. Und gleichzeitig mit der sichtbaren Seite soll der Hinterbau in die Höhe wachsen, aufgefüllt mit Schroppen, den restlichen und für vorne nicht geeigneten Steinen. Allerdings sollen sie auch nicht nur einfach so eingefüllt werden, sondern auch mit Bedacht verlegt und verkantet werden. Und da ging ganz schön was rein, ähnlich wie beim Eisberg: Man sieht nur ein Drittel.

 

Da wir in wechselnder Besetzung nur zu dritt bauten und bei über 30°C in der prallen Sonne nach einigen Stunden ans Ende unserer Kräfte kamen, wurden wir mit dem geplanten Stück Mauer nicht fertig, aber dann wird es eben einen weiteren Termin geben. Dafür schmeckte das Eis im neuen Nußdorfer Eiscafe ganz besonders gut.

Fotos vom Projekt Trockenmauer 2012

Dieser Berg soll ordentlich gestapelt werden!
Dieser Berg soll ordentlich gestapelt werden!
Hier ist der Hinterbau noch gut zu sehen.
Hier ist der Hinterbau noch gut zu sehen.
Die stattliche Blindschleiche
Die stattliche Blindschleiche

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