Was bisher geschah

DB - Noch im Aufbau

Wir eröffnen das Reparatur-Café Eberdingen

Im Werkraum der Schillerschule Hochdorf

Dienstag, 16. Mai 2017, 16.00 bis 20.00 Uhr

 

Nach dem Motto "Wegwerfen? Denkste!" setzen wir uns

für die längere Nutzung von Geräten aller Art ein.

 

Das Wegwerfen von defekten, aber noch reparierbaren

Geräten kostet Geld und verbraucht Energie und Rohstoffe.

 

Bringen Sie Ihren defekten Haushaltsgegenstand,

defektes Elektrogerät, Holzgegenstände oder Kleidung / Textilien mit.

Das Reparatur-Café ist für alle offen und bis auf die Ersatzteile kostenlos.

 

Wir laden Sie ein, uns ihre defekten Geräte zu bringen. Das können Elektrogeräte allgemein, Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, Computer sowie Spielzeuge, Holzgegenstände und Kleidung/Textilien sein. Wir werden uns nach Kräften bemühen, Ihr Gerät wieder instandzusetzen.

Das Reparatur-Café ist erstmals am 16. Mai 2017 im Werkraum der Schillerschule Hochdorf geöffnet. Der Weg dorthin ist ausgeschildert. Annahmeschluss ist 19.00 Uhr.

Es ist beabsichtigt, das Reparatur-Café in Zukunft an jedem dritten Dienstag im Monat außer in den Ferien und an Feiertagen zu öffnen.

Plastikausstellung

Plastik – Fluch oder Segen?

Plastik hat in unserer Welt einen zentralen Platz eingenommen, es ist überall zu finden und nicht mehr wegzudenken.
Die Produktionsmengen an Plastik haben enorm zugenommen – und das weltweit. Neben seiner guten und vielfältigen Verwendbarkeit hat Plastik  aber mit den Jahren auch seine negative Seite gezeigt.
 
So wird es im Gegensatz zu pflanzlichen udn tierischen Stoffen nicht biologisch abgebaut, sondern es zerfällt nur. Das führt dazu, dass sich immer mehr davon anreichert – an Land, in den Flüssen und Seen, im Meer, an den Küsten – einfach überall.
 
Wir als Lokale Agenda Eberdingen haben uns mit dem Thema „Plastik“ beschäftigt und auf insgesamt 13 Ausstellungstafeln die problematischen Auswirkungen dieser Stoffe auf Mensch und Natur dargestellt und auch ein paar Alternativen präsentiert.
 
Am 16. März 2016 wurde die Ausstellung im Foyer des Eberdinger Rathauses mit Grußworten von Bürgermeister Schäfer und der Agendagruppe eröffnet. Es gab Gelegenheit zur Diskussion und es wurde der Film „Plastic Planet“ gezeigt, der aus eindrückliche Weise das Plastikproblem darstellte.
Bis zum 12. April 2016 konnte die Ausstellung dann von den Besuchern des Rathauses besucht werden.
 

Plastikausstellung - kurz gefasst

Durch die Herstellung und Nutzung von Plastik sind viele Probleme in die Welt gekommen.
Hier einige davon.
 
Plastikmüll in der Landschaft. Selbst in Regionen mit funktionierender Müllabfuhr findet sich Plastikmüll in der Landschaft. Besonders an Landstrassen und selbst auf Äckern.
 
Plastik mit Weichmachern. Erst durch Zugabe von Weichmachern wird das an sich spröde Plastik weich und biegsam. Diese Weichmacher sind aber nicht fest im Plastik gebunden, sondern können daraus ausdunsten. Das große Problem: Die Weichmacher besitzen Molekülstrukturen, die denen von Hormonen ähneln. Entsprechend können sie in Tieren und Menschen hormonähnliche Wirkungen ausüben und diese dadurch schädigen.
 
Mikroplastik – Kosmetikpellets. Mikroplastikteilchen sind kleiner als 5 mm. Eine der heutigen Quellen dafür sind Kosmetika und Hygieneprodukte. Es dient als Schleifmittel in Peelings, als Filmbildner in Shampoos und Haarspülungen oder als Füllstoff bzw. Bindemittel in Make-up und Gesichtsabdeckcremes. Diese Plastikteilchen gelangen ins Abwasser, werden in der Kläranlage nur teilweise zurückgehalten und gelangen dann über Bäche und Flüsse ins Meer.
 
Mikroplastik durch zerfallende Plastikteile. Durch das Ausdunsten der Weichmacher im Lauf der Zeit sowie durch UV-Strahlung werden die Plastikteile spröde und brüchig. Sie zerfallen in immer kleinere Teile. die über die Gewässer ins Meer gelangen. Das geschieht auch bei der Wäsche von Kleidung aus Kunststoff wie Fleece-Pullis. Das gleiche passiert bei Plastikteilen im Meer. Durch die Wellenbewegung und ständiges Aneinanderreiben zerfallen die Teile in immer kleiner Bruchstücke. Sie zerfallen, werden aber nicht abgebaut.
 
Mikroplastik und Chemikalien. In den Gewässern und im Meer existieren viele Chemikalien, die zum größten Teil durch menschliche Aktivitäten dorthin gelangt sind. Seien es Pestizide, Herbizide, Substanzen aus der chemischen Industrie oder Rückstände aus Arzneimitteln. Viele dieser Substanzen sind aufgrund ihrer physikalisch-chemischen Eigenschaften wasserabweisend. Das gleiche gilt auch für die Mikroplastik. Und so kommt es, dass Mikroplastik die chemischen Substanzen wie ein Magnet anzieht und an sich bindet. Die Konzentration der Chemikalien am Mikroplastik ist um ein Vielfaches höher als im freien Wasser.
Kleinstlebewesen wie Zooplankton oder Krebse fressen die Partikel und nehmen mit ihnen auch die an ihnen angelagerten Substanzen auf. Wenn auch nicht alle dieser Substanzen schädlich sind, so gelangen doch auf diese Weise viele gefährliche Stoffe in die Nahrungskette.

Agenda-Projekt Trockenmauer Juni 2012

Am 30. Juni 2012 fand ein weiterer Trockenmauerkurs in Nußdorf statt. Allerdings wurde es diesmal kein Kurs im eigentlichen Sinne, da sich niemand dazu angemeldet hatte. Da wir uns aber die weitere Wiedererrichtung der alten Mauer bei der Gemeindehalle als Agenda-Projekt vorgenommen haben, machten wir uns unbeirrt an die Arbeit. Zum Glück hatten wir tatkräftige Hilfe vom Bauhof, denn Frau Berndt mit dem Radlader war eine sehr große Hilfe beim Transport der Steine, dem Vorbereiten der Hangkante und dem Entfernen der alten Mauerreste. Dafür möchten wir uns auch ganz herzlich bei Frau Berndt und der Gemeinde bedanken.

 

Auch diesmal konnten wir sehen, dass Molche und Blindschleichen in der Mauer leben, denn es wurden beim Abbaggern mehrere gefunden und gerettet. Die Blindschleiche war ein recht stattliches Exemplar.

 

Als das Gelände grob vorbereitet war, konnten wir loslegen. Boden ebnen, geeignete Steine für die Schauseite nach Höhe sortieren und eine Schnur spannen, damit alles schön gerade wird.

 

Das Bauen gestaltete sich dann wie ein Puzzlespiel. Welche Steine wohin, damit es richtig passt, schön aussieht und möglichst hundert Jahre hält. Keine Kreuzfugen entstehen lassen und keine wackelnden Steine tolerieren, aber dafür regelmäßig Verbinder einplanen. Und gleichzeitig mit der sichtbaren Seite soll der Hinterbau in die Höhe wachsen, aufgefüllt mit Schroppen, den restlichen und für vorne nicht geeigneten Steinen. Allerdings sollen sie auch nicht nur einfach so eingefüllt werden, sondern auch mit Bedacht verlegt und verkantet werden. Und da ging ganz schön was rein, ähnlich wie beim Eisberg: Man sieht nur ein Drittel.

 

Da wir in wechselnder Besetzung nur zu dritt bauten und bei über 30°C in der prallen Sonne nach einigen Stunden ans Ende unserer Kräfte kamen, wurden wir mit dem geplanten Stück Mauer nicht fertig, aber dann wird es eben einen weiteren Termin geben. Dafür schmeckte das Eis im neuen Nußdorfer Eiscafe ganz besonders gut.

Fotos vom Projekt Trockenmauer 2012

Dieser Berg soll ordentlich gestapelt werden!
Dieser Berg soll ordentlich gestapelt werden!
Hier ist der Hinterbau noch gut zu sehen.
Hier ist der Hinterbau noch gut zu sehen.
Die stattliche Blindschleiche
Die stattliche Blindschleiche
Wald- und Forstwirtschaft in Eberdingen

Zu unserem Agenda-Treffen am 20. Juni 2012 luden wir Förster Wolfgang Steinacker ein. Grund dafür war, dass von verschiedenen Seiten Verletzungen von Bäumen, Ameisenhaufen und Waldwegen, zu wenige alte Bäume und im Vergleich zu früher ein sehr lichter Wald moniert wurden. Dazu wollten wir Herrn Steinackers Einschätzung hören und überhaupt erfahren, wie der Eberdinger Wald bewirtschaftet wird. Und wir erfuhren in einem sehr interessanten Vortrag vieles über den Eberdinger Wald mit seinen Besonderheiten und der aktuellen Forstwirtschaft.

 

Eberdingen ist mit 600 Hektar größter Waldbesitzer im Landkreis Ludwigsburg. In den letzten Jahrzehnten gelang es Eberdingen, mit seinem Wald fast immer schwarze Zahlen zu schreiben, obwohl es überwiegend Laubholz-Wälder besitzt. Damit gehört  Eberdingen in Baden-Württemberg zu den erfolgreichsten Laubholzbetrieben.

 

Nachdem nach dem Zweiten Weltkrieg wegen Reparationsleistungen und Wiederaufbau Holz knapp war, wurden in den Jahren darauf Vorräte aufgebaut, überwiegend mit der schnellwachsenden Fichte. Inzwischen hat sich die Zielsetzung etwas gewandelt und man möchte weniger und dafür dickere Bäume auf der gleichen Fläche erzielen, das erhöht den Wertzuwachs. Und die Fichte, die von diversen Stürmen auf unpassenden Standorten umgemäht wurde, wurde durch Laubholz, bei uns überwiegend Buche und Eiche, ersetzt. Sogenannte Zukunftsbäume werden freigestellt, ein Ring darum wird freigehalten. Das alles heißt, weniger Bäume, also lichtere Wälder. Dafür wächst aber auch mehr am Boden. Der Zukunftsbaum sichert die Bereitstellung von qualitätsvollem Holz.

 

Interessant war auch, dass im ganzen Landkreis Ludwigsburg Eberdingen den Wald mit dem höchsten Naturverjüngungsgrad von 75 % hat. Das sind vor allem Buchen und Eichen. Eichen brauchen dabei sehr viel Licht. Buchen sind bei uns konkurrenzstärker, weil sie auch mit Halbschatten oder Lichtschächten zurecht kommen. Will man also Eichen fördern, muss man aus der gewünschten Fläche die grossen Bäume entfernen.

Die angesprochene große Zahl von Baumbeschädigungen kann sich Herr Steinacker nicht erklären, er hat nicht diesen Eindruck. Man schaut allgemein darauf, dass die Bäume möglichst nicht beschädigt werden, da das auch einen wirtschaftlichen Verlust bedeutet. Im Vergleich zu früher, als lange Stämme mit dem Schlepper aus dem Bestand gezogen wurden, ist die heutige Arbeit mit dem Forwarder, der die Stämme mit langen Kranarmen direkt auflädt, viel bestandsschonender.

 

Neben dem Wirtschaftswald gibt es auch 10 ha Schonwald mit alten Buchen und wenigen Eichen, darunter vielen ästhetisch schönen Bäumen und Höhlenbäumen des Schwarzspecht. Die alten Bäume mit 80-100 cm Durchmesser sollen möglichst erhalten werden. Einen Bannwald will man aber nicht daraus machen, damit noch Eingriffe möglich sind, z.B. um die Eichen zu schützen durch Entfernung von Buchen.

In Eberdingen gibt es aber auch Bannwälder, und zwar schon recht lange. Offiziell sind 6% des Waldbestandes aus der Bewirtschaftung genommen (Bannwälder). Real werden inzwischen ca. 10% nicht genutzt, da die Waldränder im Osten und Norden auch aus der Nutzung rausgenommen wurden.

 

Neu ist das Alt- und Totholzkonzept. Bei Verjüngungen bleiben überall verteilt (Trittsteinfunktion) Altholzinseln stehen, alle 3 ha ein solcher Trittstein geplant. Diese sind für viele vom toten Holz abhängige Lebewesen sehr wichtig, z.B. für Pilze und Prachtkäfer, und auch für den bekannten aber seltenen Hirschkäfer. Höhlenbäume werden gekennzeichnet und bleiben stehen.

 

Im Generalwildwegeplan der Forstlichen Versuchsanstalt Karlsruhe hat das Lichthölzle bei Nussdorf landesweite Bedeutung. Zudem gibt es in Eberdingen recht viele FFH-Gebiete, vor allem im südlichen Bereich der Gemarkung. Sehr erfreulich sind die ungewöhnlich großen Bestände an hügelbildenden Waldameisen, deren beeindruckenden Bauten man im Lichthölze in der Nähe von Nadelbäumen alle paar Meter sehen kann. Diese Ameisen und ihre Hügel sind streng geschützt und man achtet auch bei Waldarbeiten darauf, sie nicht zu beschädigen.

 

Ein Sonderfall ist das Pfaffenwäldle in Hochdorf. Als kleines Waldstück mit viel Publikumsverkehr wird es anders bewirtschaftet als größerer Wald. Momentan stellt es sich sehr kahlgeschlagen dar, da man den Ahornaufwuchs der letzten Jahre entfernt hat. Durch den stellenweise sehr winterfeuchten Boden ist es ein guter Standort für Eichen, Buchen mögen das nicht so. Da das Pfaffenwäldle ein stark frequentierter Erholungswald ist, liegt die Priorität hier auf Erhalten in „ansprechender“ Form und Verkehrssicherung. Wirtschaftlichkeit steht nicht im Vordergrund.

 

Besondere Baumarten gibt es auch in unserem Wald. Vogelkirschen wurden gepflanzt, am Waldrand vom Bonholz und Steighalde steht Wildobst. Elsbeeren werden nachgezogen. Ein paar Speierlinge, ein paar gut versteckte Eiben und Ulmen sind ganz besondere Schätze, deren Standorte geheimgehalten werden.

Bei Herrn Steinacker wollen wir uns herzlich bedanken, dass er uns so interessant und ausführlich aus seiner 26-jährigen Praxis im Eberdinger Wald erzählt hat. Er scheint jeden Baum persönlich zu kennen und vermittelte uns den Eindruck, dass für ihn Wald nicht nur ein Sparstrumpf ist, sondern auch ein vielschichtiges ökologisches System.

 

Beate Milerski

Filmabend "Home"

Der zweite von der Agendagruppe Eberdingen organisierte Filmabend war genauso erfolgreich wie die erste. Rund 50 Zuschauer fanden sich am 24. Mai 2012 in Festhalle Eberdingen ein, um den Film „Home“ des bekannten französischen Fotografen Yann Arthus-Bertrand anzusehen. In bestechend schönen Luftaufnahmen zeigt der Film über 50 Länder auf allen Kontinenten. Zunächst begann die Reise mit urtümlichen Landschaften, die einen Einblick in die Frühzeit der Erde erlauben. Vulkane, Wüsten und Wasser, die später in der Erdgeschichte durch die Entwicklung von Leben bunter und vielfältiger wurden. Vor relativ kurzer Zeit betrat dann der Mensch die Erde und begann sie zu verändern. Der Kommentar sparte nicht mit interessanten Fakten, denn der weitaus kleinere Teil der Menschheit lebt so komfortabel und verschwenderisch wie wir. Viele Menschen arbeiten sehr hart, um genug zu Essen und Wasser zu bekommen. Ganz im Gegensatz dazu sieht man den irrsinnigen Wasserverbrauch in vielen Ländern, um Gemüse in der Wüste anzubauen oder Golfplätze in Las Vegas zu bewässern. Dass dabei große Flüsse das Meer nicht mehr erreichen und früher riesige Seen austrocknen, scheint keinen zu beunruhigen.

 

Auch gut aus der Luft zu sehen sind ganze Landstriche mit Gewächshäusern und Folienkulturen in Spanien und abgeholzte und erodierte Hügellandschaften in Haiti, wo Ackerbau nicht mehr möglich ist. Auch die Auswirkungen des Klimawandels sind schon deutlich zu sehen, vor allem in der Arktis. Dazwischen immer wieder tolle Bilder ursprünglicher, intakter Natur. Wenn allerdings Regenwälder für Palmöl und Eukalyptusplantagen abgeholzt werden, sieht das von oben zwar schön grün aus, ist aber alles andere als ökologisch.

 

Der ganze Film mit seinen unbestreitbaren Tatsachen, die einem hier bildlich vor Augen gehalten werden und die man zum großen Teil ja auch kennt, macht sehr nachdenklich. Es scheint, als würde die Menschheit nicht aus früheren Katastrophen lernen und offenen Auges ins Verderben rennen. Gefahren wie Nahrungs- und Wassermangel, die zu Millionen Elendsflüchtlingen führen können, scheinen nur noch eine Frage der Zeit zu sein, vor allem, wenn das Bevölkerungswachstum so weitergeht.    

 

Wir hoffen, dass dieser Film dazu beiträgt, das eigene Konsumverhalten zu überdenken. Woher kommen meine Lebensmittel und wie werden sie produziert, wie ist das mit dem Energieverbrauch und welchen Wert hat die Natur? Sicher ist nur, ganz ohne Natur kann der Mensch nicht sein.

Agenda-Projekt Alternative Energien, Filmabend

Das Thema erneuerbare und alternative Energien sowie Energiesparen ist schon lange auf der Themenliste der Agenda. Am 14. April 2011 zeigten wir nun in der Eberdinger Gemeindehalle den Film „Die vierte Revolution – Energy Autonomy“. Mit 50 Besuchern war die Vorführung auch recht gut besucht.

 

Der Film zeigte auf aufrüttelnde Weise, wieviel Energie die Menschheit verbraucht und unter welchen zum Teil sehr schmutzigen, umweltgefährdenden und gefährlichen Bedingungen diese Energie produziert wird. Doch es gibt heute schon viele alternative Projekte.

 

Zum Beispiel in Dänemark, wo ein ganzer Landstrich energieautonom ist und auch eine Lösung zum Speichern von Energie gefunden wurde. Dort werden auch Multiplikatoren ausgebildet, z.B. aus Mali. In Mali hat 80 % der Bevölkerung keinen Strom zur Verfügung. Dort bringt schon ein Solarpaneel mit Glühbirne einschneidende Verbesserungen. Vor Ort werden wieder Mechaniker ausgebildet, sowohl Männer als auch Frauen. Der Initiator in Mali hat wiederum Verbindung aufgenommen zur Yunnus-Bank in Bangladesh, die durch ihre Mikrokredite bekannt wurde. Sie hat jetzt auch eine Solarenergieschiene auf gleicher Basis aufgebaut. Auch dort werden vor allem Frauen als Installateurinnen ausgebildet, denn der Verdienst der Frauen kommt immer den Familien zugute, der der Männer nicht unbedingt.

 

Eine andere Geschichte führte von einem Hersteller für Solar-Sportwagen in den USA nach Deutschland zu einer Solarenergiefirma, deren neues Bürogebäude so gut wie keine Energiekosten verursacht. Sie liegen bei 2,- € / m² im Jahr. Auf dem Parkplatz gibt es Solarpaneelbestückte überdachte Parkplätze, wo die Elektroautos gleich aufgeladen werden können. Wärmedämmung und Blockheizkraftwerk in Wohnblocks sind eine weitere Option.

 

Positive Projekte gibt es also schon einige, denn obige Aufstellung ist bei weitem nicht vollzählig. Allerdings gibt es auch Probleme. Zu allererst, dass die großen Energie- und Ölkonzerne kein Interesse daran haben. Sie profitieren von hohen Energiepreisen und der Abhängigkeit der Kunden. Durch ihre Lobbyarbeit verhindern sie recht erfolgreich Alternativen und diese werden auch noch teuer gerechnet. Dezentrale Energieversorgung in einzelnen Gebäuden oder in der Ortschaft ist der Feind der Energiekonzerne.

Auf eine Diskussion nach dem Film haben wir verzichtet, denn über das vielschichtige Thema muß man erst nachdenken. Wir hatten deshalb für eine Diskussion in die Agenda-Sitzung am 20.4.2011 eingeladen. Daraus entstand die Idee zu einem Workshop, der im September stattfinden soll. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Näheres dann in der Rubrik „Aus den Arbeitskreisen“.

 

Foto zum Filmabend

Agenda-Projekt Trockenmauerkurs

Trockenmauerkurs

 

Im Herbst 2010 veranstaltete die Agenda einen Trockenmauerkurs. Eine eingefallene Mauer sollte fachgerecht instandgesetzt werden und wie auf den Fotos zu sehen ist gelang das auch sehr gut. Da aber an einem Tag nur die Hälfte der Mauer geschafft wurde ist ein weiterer Termin am 26.3.2011, von 9.00-17.00 Uhr, geplant. Weitere Informationen demnächst im Gemeindeblättle.

 

Fotos :